Schriftgrösse: a A A

Angebot


Sozialhilfe

Personen, welche in eine soziale Notlage geraten, können aufgrund des Sozialgesetzes des Kantons Solothurn bei ihrer Einwohnergemeinde um persönliche oder wirtschaftlicher Hilfe nachsuchen. Die Sozialhilfe wird jedoch erst dann aktiv, wenn alle anderen finanziellen Möglicheiten, wie Arbeitslosentaggelder, Renten, Stipendien etc., ausgeschöpft sind oder nicht mehr ausreichen, um den Lebensbedarf zu decken.
Die Berechnungen erfolgen einheitlich nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) und decken den gesamten Lebensbedarf. Der errechnete Betrag wird den gesamten Einkünften gegenübergestellt. Ein allfälliger Fehlbetrag wird als Sozialhilfeleistung ausbezahlt

Welches sind Ihre Rechte?

Wenn die gesetzlichen Anforderungen zur Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen erfüllt sind, haben Sie Anspruch auf persönliche und wirtschaftliche Unterstützung. Ihre Unterlagen werden vertraulich behandelt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an das Amtsgeheimnis gebunden. Alle Entscheide der Sozialen Dienste basieren auf der kantonalen Sozialhilfegesetzgebung, dem schweizerischen Zivilgesetzbuch bzw. weiteren eidgenössischen und kantonalen Rechtsgrundlagen.
Wenn Sie mit einem Entscheid der Sozialen Dienste MUL nicht einverstanden sind, können Sie bei der für Ihre Gemeinde zuständigen Sozialhilfekommission eine schriftliche Beschwerde einreichen.

Welches sind Ihre Pflichten?

Gemäss dem Sozialhilfegesetz des Kantons Solothurn sind Sie angewiesen, vollständige und wahrheitsgetreue Auskünfte über Ihre Situation zu erteilen. Sie verpflichten sich, die Sozialen Dienste über finanzielle oder familiäre Veränderungen umgehend zu informieren. Ihre aktive Mitarbeit im gesamten Verfahren wird von uns vorausgesetzt.
Die getroffenen Abmachungen sind sowohl für Sie als auch für uns verbindlich. Termine sind grundsätzlich einzuhalten. Die Sozialen Dienste haben einerseits die Aufgabe Ihre materielle Existenz sicherzustellen, aber andererseits auch das Recht und die Pflicht, Leistungskürzungen zu prüfen. Dies ist dann der Fall, wenn es an Kooperation mangelt, wenn Sie sich nicht an Auflagen und Vereinbarungen halten oder wenn Sie unrechtmässig Sozialhilfeleistungen bezogen haben.

 

Freiwillige Beratungen

Gerät eine Person in eine persönliche oder soziale Notlage, so hat sie Anspruch auf persönliche Hilfe. Diese umfasst u.a. Beratung bei persönlichen Anliegen und in Sachfragen, Vermittlung von Sachhilfe, Erteilung von Auskünften, Weitervermittlung an eine spezialisierte Institution. Mögliche Themen in der freiwilligen Beratung sind Beziehungs- und Erziehungsfragen, Arbeit, Wohnen, Finanzen. Die persönliche Hilfe wird in Absprache mit der hilfesuchenden Person auf freiwilliger und einvernehmlicher Basis erbracht und ist kostenlos.
Die freiwillige Beratung SDMUL ist als „Familienberatung Stadt Solothurn“ auch für die Stadt Solothurn zuständig.

 

Kindes- und Erwachsenenschutz

Die Sozialen Dienste mittlerer und unterer Leberberg (SDMUL) nehmen im Auftrag der KESB Abklärungen vor. Die professionellen MitarbeiterInnen der SDMUL beraten die Einwohner der Gemeinden nach Massgabe des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts und führen selbst Mandate (i.d.R. Beistandschaften). Komplexe Fälle (z.B. Kindsschutzmassnahmen) werden ebenfalls von den MitarbeiterInnen der Sozialen Dienste geführt.